Hirnspuk

Schottland – Tag 3 – Finnich Glen

Nach dem Frühstück heißt es Auto holen, beladen und auschecken – es geht Richtung Norden zu unserem ersten Stopp Finnich Glen.

Finnich Glen ist eine Schlucht, die durch einen Fluss ins Gestein gegraben wurde. Tine hat in ihrer Recherche den Hinweis gefunden, dass man auf der richtigen Seite der Schlucht laufen muss, um zum Devil’s Pulpit hinab steigen zu können.

Wir parken auf dem „Parkplatz“, eher ein Stück alte Straße an einer Kreuzung, und laufen die Straße zurück über die Brücke, dann links durch ein Loch in der Mauer. Wir stehen in einer schönen, grünen Waldlandschaft mit vielen violetten Blümchen. Auf dem weiteren matschigen Weg werden wir stets vom Tosen des Flusses begleitet und können ab und an vorsichtig einen Blick über den Abgrund erhaschen.

Nach ein paar Minuten zeigt sich schließlich ein Baum, an dem ein Klettersein befestigt wurde, beim Näherkommen sehen wir den Zweck: Es ist die Abstiegshilfe um in die Schlucht zu klettern. Es handelt sich um eine Art Treppe, die jedoch aus sehr unterschiedlich großen Felsbrocken besteht und durch den Regen in den letzten Tagen gut schlammig geworden ist. Auf halbem Abstieg erreichen wir eine sehr tiefe Stufe, von der ich den weiteren Weg alleine fortsetze. Also ins Seil lehnen und langsam rückwärts durch die recht eng werdende Spalte. Unten angekommen bietet sich ein uriger Anblick: Der hier recht ruhige schwarz-braune Fluss windet sich durch die in das Gestein gewaschenen Bahnen, die Felswände sind grün bewachsen und das Licht beleuchtet alles von weit oben.

Nach ein paar Fotos, von denen wir hier natürlich eine Auswahl teilen, geht es wieder nach oben. Gut dass es das Seil gibt, ohne wäre ich wahrscheinlich zum einen nicht runter gekommen, vor allem aber nicht mehr hoch. Durchgeschwitzt und matschig treten wir den Weg zurück zum Auto an – das nenne ich mal Abenteuer-Urlaub, die Anstrengung hat sich aber auf jeden Fall gelohnt.

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