Hirnspuk

Irland – 2. Tag – Glendalough

Nach unserem Besuch bei den Mount Usher Gardens geht es wieder Zurück zur Unterkunft.

Auf dem Weg zum Auto versuche ich nochmal eine halbe Stunde die Lufthansa zu erreichen – leider ohne Erfolg (aber immerhin kam ich wieder in die Warteschleife, selbst das ging am Morgen nicht).

Auf dem Weg zur Lodge machen wir kurz in einem Waldstück halt, das wir auf dem Hinweg gesehen haben – Devil’s Glen Woods. Die Waldwege sind hier durch kleine Holzpfeiler mit einem Symbol markiert, sonst sieht man sie fast nicht. Der Boden ist im Nadelwald-Teil über und über mit Nadeln bedeckt und federt bei jedem Schritt – ein sehr angenehmes Laufen hier. Faszinierend ist das Licht, das nur in einzelnen Flecken durch die Baumkronen dringt und so eine tolle Lichtstimmung erzeugt.

In der Lodge, versuche ich dann die Social-Media-Teams der Lufthansa zu erreichen, um raus zu bekommen was da los ist. Auf Facebook sehe ich schon, dass es anderen ähnlich geht, hier ist es aber immer der Fall, dass ein Flug gecancelt wurde.

Das Twitter-Team antwortet mir und meint ich solle mal schauen, ob mir die Telefonnummer auf der Gepäck-Such-Meldung weiter helfen kann. Erste Herausforderung ist hier die korrekte Länderkennung herauszufinden, die zwei genannten Nummern beginnen mit „01“, also auf jeden Fall keine Länderkennung. Eine der Nummern finde ich dann nach etwas suchen im Internet… es sind Nummern aus Irland – das klingt doch schon einmal vielversprechend. Leider behauptet die hier angegebene Lufthansa-Hotline, ich würde außerhalb der Telefonzeiten anrufen, nennt diese dann auch nochmal, aber wir sind definitiv in diesen. Die andere Nummer (von dem Gepäckservice) klingelt lange durch, bis ich den Hinweis bekomme, dass gerade viel los ist und ich doch eine Mail an sie schicken soll. Gesagt, getan, dann hoffen wir mal weiter.

Wir wollte heute eigentlich noch etwas Wandern gehen, wegen der fortgeschrittenen Zeit entscheiden wir uns dann aber nur die Glendalough Monastic Site zu besuchen und dort auch einen virtuellen Geocache zu suchen.

Die Fahrt dauert nur wenige Minuten und wir parken auf dem „No BBQ“-Parkplatz, wobei hier nur noch einmal auf dieses Verbot hingewiesen wird. Direkt nach dem Einparken klingelt plötzlich mein Handy – unser Koffer ist schon in Roundwood und ist in 12 Minuten an der Lodge!!! – ich springe schnell zurück ins Auto und lasse Tine den alten Friedhof schon einmal alleine erkunden. Und wirklich, ein weißer Lieferwagen kommt und übergibt mir unseren Koffer, ich weise ihn darauf hin, dass es bisher keinerlei Update zum Koffer gab und er klagt was für eine Menge Koffer da gekommen seien, daher sind die Updates sicher untergegangen. Mit beiden Koffern kann unser Urlaub jetzt richtig beginnen :)

Zurück zurMonastic Site und in der Abendsonne die Anlage erkunden – auch wenn man schon mal da war, es bleibt beeindruckend. Wir laufen nach dem Lösen aller Cache-Aufgaben noch etwas weiter an den nah gelegenen See und genießen den nun freien Kopf ohne Koffer-Gedanken. Tine hat vorhin ein Restaurant/Bistro an einem Hotel hier entdeckt, dieses streben wir nun an, um ein paar Loaded Fries und Fish-and-Chips zu essen.

Und ein gelungener Tag geht zu Ende… gut noch ein weiteres Mal zwischen Lodge und Monastic Site hin- und herfahren lasse ich mir nicht nehmen – denn auf meine Jacke, die noch am Bistro hängt, möchte ich dann doch nicht verzichten in den nächsten Tagen.

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