Hirnspuk

Wales Tag 9 – Tenby

Vom Lamphey Bishop’s Palace, den wir wegen der Öffnungszeiten etwas vorgezogen hatten, geht es anschließend wieder ein paar Minuten zurück Richtung Osten nach Tenby.

Geparkt wird am North Beach. Das Parkticket ziehen wir bequem per PayByPhone-App – wirklich praktisch, da man damit unterwegs problemlos verlängern kann. Vom Parkplatz laufen wir über eine Treppe hinunter Richtung Strand. Bereits von dort oben bietet sich uns der typische Blick auf Tenby: unten der Strand, dahinter die bunten Häuser – wirklich ein sehr malerischer Anblick.

Unten angekommen laufen wir zunächst am Strand entlang. Das Wasser zieht sich wegen Ebbe gerade langsam zurück. Leider ist es aktuell aber recht kalt und windig. Praktisch, hier finden wir auch direkt eine gute, kostenlose öffentliche Toilette.

Anschließend geht es weiter an der Promenade entlang und vorbei am kleinen Hafen, in dem die Boote wegen der Ebbe aktuell größtenteils auf dem Boden aufsitzen. Danach laufen wir hinaus auf eine kleine Landzunge, auf der die sogenannte „Tenby Castle“ steht. Wirklich viel Burg gibt es hier allerdings nicht mehr – im Wesentlichen nur noch ein Turm. Der Turm selbst ist nicht öffentlich zugänglich und dient inzwischen als Wetterstation.

Nachdem wir uns hier etwas umgeschaut und einen Cache gelöst haben, führt uns ein Adventure Lab Cache durch die Altstadt. Während unseres Rundgangs kommen wir an vielen netten kleinen Straßen, Shops und auch einer Kirche vorbei. Man merkt schon deutlich, dass Tenby ein touristischer Ort ist, aber gerade die verwinkelte Altstadt mit ihren mehreren Ebenen gefällt uns gut.

Uns fällt auf, dass wir in diesem Urlaub bislang erstaunlich wenige Pasties gesehen haben. Und eine solche wäre ein super herzhafter Snack zur Ergänzung des Mittagessens. Da wir leider keine Bäckerei finden, holen wir uns dann doch einen kleinen Meal Deal zum Teilen. Kaum haben wir den gekauft, entdecken wir zwei Straßen weiter gleich mehrere Pasty-Shops direkt hintereinander – typisch.

Die lokale Spezialität „Pembrokeshire Pasty“ wollen wir uns dann aber doch nicht entgehen lassen. „A true Welsh delicacy“ – gefüllt mit Lamm, roten Johannisbeeren, Kartoffeln und Rosmarin – natürlich im Blätterteig. Wirklich lecker.

Wir kommen an die alte Stadtmauer, durch die uns ein großer Torturm mit gleich 5 Toren Durchgang gewährt. Dort finden wir dann auch eine Bank, auf der wir unsere Mittagessen-Ergänzung verspeisen. Dann stellen wir fest, dass unser ursprünglich gebuchtes 2-Stunden-Parkticket fast abgelaufen ist. Über die App wollen wir verlängern, allerdings wird uns nur angeboten, direkt auf 5 Stunden hoch zu stufen – für mehr Geld, als wir eigentlich brauchen. Als die Zeit dann eine halbe Minute später abgelaufen ist, kann ich eine einfache Neubuchung für nur eine Stunde machen und dadurch sparen. Man merke also: PayByPhone erlaubt Verlängerungen nur innerhalb der laufenden Zeit und dann auch nur auf die nächsthöhere Tarifstufe. Ist die Zeit dagegen abgelaufen, kann man einfach neu buchen.

Die zusätzliche Stunde nutzen wir dann noch, um etwas weiter durch den Ort zu schlendern und den Strand mit der bunten Häuserreihe inzwischen bei schönem Sonnenschein zu genießen. Insgesamt verbringen wir etwa 2¾ Stunden in Tenby, bevor es weitergeht.

Von Tenby fahren wir anschließend etwa 25 Minuten weiter nach Pembroke Dock zu unserer nächsten Unterkunft, dem „The Dolphin Hotel“. Dort angekommen ist die Parksituation zunächst etwas unklar. Laut Beschreibung gibt es fünf Parkplätze – das würde allerdings nur funktionieren, wenn man sich gegenseitig einparkt. Gemeinsam mit zwei anderen Gästen überlegen wir kurz, wie wir die Autos sinnvoll stellen. Der Check-in funktioniert komplett kontaktlos: hinten durchs Hotel hinein, Schlüssel vom Brett nehmen (das hatten wir so auch noch nicht), Zimmer suchen und beziehen. Unser Zimmer liegt ganz oben.

Nach einer kurzen Pause bestellen wir bei der Pizzeria um die Ecke Abendessen und gehen noch einmal los. Wir schauen uns etwas um und suchen nach einer schönen Parkbank, auf der wir dann essen könnten, jedoch mit eher mäßigem Erfolg. Mit unserer Pizza und einem kleinen Salat zum Teilen setzen wir uns dann auf eine der gefundenen Bänke an der Straße und essen. Da der Wind recht kalt ist und dieser Ort nicht sonderlich interessant erscheint – haben wir aber auch nicht erwartet – entscheiden wir uns, nach dem Essen recht schnell wieder aufs Zimmer zu gehen. Dort wird noch etwas gebloggt, gelesen und der morgige Tag geplant. Leider stellen wir dabei fest, dass zwei unserer ursprünglich geplanten Ziele nicht möglich sein werden, da sie innerhalb eines militärischen Gebiets liegen – und natürlich genau jetzt Übungen stattfinden müssen.

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