Nach unserem Besuch beim Pentre Ifan Burial Chamber geht es weiter ins etwa 20 Minuten entfernte Cardigan, genauer gesagt zur Cilgerran Castle.
Wir parken auf einem kostenlosen Parkplatz unten im Tal. Dorthin führt eine überraschend steile Straße hinab – und kurz darauf dürfen wir den eben heruntergefahrenen Berg natürlich direkt wieder zu Fuß hinaufsteigen. Aber gut, irgendwo muss eine Burg ja stehen. Sicher nicht unten im Tal ;)
Der Weg führt durch den Wald nach oben, unterwegs finden wir hier noch einen Geocache – da hat sich der Aufstieg ja schon gelohnt. Oben angekommen laufen wir zunächst erst einmal halb um die Anlage herum, um den Eingang zu finden. Die Burg bzw. der Eingang wirkt fast ein wenig zwischen den umliegenden Häusern und Gärten versteckt – zumindest wenn man vom Parkplatz aus kommt.
Die Anlage gehört zum National Trust und wird von CADW betreut. Vor Ort bedeutet das mittlerweile: keine Mitarbeiter, kein geöffneted Visitor Centre (mehr) – während der Öffnungszeiten kann man einfach selbst hineinlaufen.
Nach dem Eingang haben wir direkt einen Blick auf die zwei großen, miteinander verbundenen Türme der Burg. Um in das ehemalige Innere zu kommen, können wir heutzutage eine Holzbrücke überqueren, damals war das sicher nicht so einfach. Es sind noch einige größere Mauerreste zu sehen, vorallem von der Außenmauer und die schon erwähnten Türme. Über Treppen gelangen wir zunächst auf einer der Mauern und haben von dort einen wirklich schönen Blick über das Gelände und die grüne Landschaft drum herum. Von dort aus können wir dann auch auf mittlerer Höhe in einen Turm. Die Türme sind beide wie bei vielen Ruinen hohl, früher waren hier einmal Holzdecken eingezogen, die natürlich nicht mehr existieren. Wir können dennoch von der Mauer aus die Türme betreten, da hier netterweise Stege eingezogen wurden, ansonsten hätten wir nur untern hineingekonnt. Im zweiten Turm steigen wir dann wieder ab um anschließend noch etwas die Außenanlage zu betrachten.
Informationen zur eigentlichen Burganlage gibt es leider eher wenige, also was wo und wie früher war. Dafür gibt es einiges zur allgemeinen Geschichte der Burg. Insgesamt gefällt uns die Anlage wirklich gut – vieleicht auch gerade weil diese nicht stark betreut/beworben und damit besucht wird..
Sehr schön finden wir auch die drei großen Reed-Figuren, die auf dem Gelände verteilt stehen. Sie stellen je einer der Personen aus der Historie der Burg dar. An einer davon wird gerade gearbeitet bzw. sie wird ausgebessert.
Nach etwa einer Stunde verlassen wir die Burg wieder und laufen zurück hinunter zum Fluss. Dort essen wir vor der Weiterfahrt noch gemütlich einen Apfel auf einer Bank in der schönen Natur, bevor es weiter zu unserer nächsten Unterkunft geht – zu der gibt es dann später nochmal einen eigenen Abschnitt :)




















