Vom Hafod Estate geht es nur etwa 15 Minuten weiter nach Pontarfynach, genauer gesagt zur Devil’s Bridge und den dortigen Wasserfällen.
Am Eingang zahlen wir erst einmal Eintritt und werden dabei direkt kritisch gefragt, ob wir die 675 Stufen des Trails auch wirklich schaffen würden. Ja, warum denn nicht? Kurz darauf erreichen wir den ersten Aussichtspunkt auf die berühmte Devil’s Bridge beziehungsweise die „Three Bridges“. Wirklich faszinierend: Hier wurden über mehrere Jahrhunderte hinweg einfach immer neue Brücken über die alten gebaut. Die unterste stammt wohl noch aus dem Mittelalter und wurde vermutlich von Mönchen genutzt. Darüber befindet sich eine Brücke aus dem 18. Jahrhundert und ganz oben schließlich die heutige Brücke aus dem frühen 20. Jahrhundert. Von oben merkt man es gar nicht, dass sich unter der aktuellen Brücke überhaupt noch zwei ältere Konstruktionen „verstecken“.
Dann beginnt der eigentliche Nature Trail und damit auch der ziemlich steile Abstieg. Über viele unebene Stufen geht es immer weiter bergab. Zwischendrin gibt es immer wieder Aussichtspunkte in die Schlucht und auf den Wasserfall, den der Fluss direkt hinter den Brücken bildet.
Besonders eindrucksvoll wird es an der sogenannten „Jacob’s Ladder“: rund 100 sehr steile Stufen führen hier noch weiter nach unten. Unten angekommen überqueren wir schließlich die Iron Bridge – eine halbbogenförmige Eisenbrücke, die definitiv auch schon bessere Zeiten gesehen hat.
Nach der Überquerung beginnt dann direkt wieder der Aufstieg – diesmal unmittelbar entlang der Wasserfälle. Und die sind wirklich beeindruckend. Über mehrere Ebenen und kleine Becken („Ponds“) stürzt das Wasser insgesamt rund 90 Meter tief durch die Schlucht. Dabei hatte es in letzter Zeit wohl sogar eher wenig geregnet – mit noch mehr Wasser muss das hier wirklich gewaltig aussehen.
Unterwegs entdecken wir außerdem eine kleine ehemalige Höhle, zu der es natürlich auch direkt eine Räubergeschichte gibt. Spannend sind auch einige kleinere „künstliche“ Wasserfälle entlang des Weges. Diese entstehen durch ein altes Rohrsystem, durch das früher einmal Wasser zur Stromerzeugung für ein angrenzendes Hotel geleitet wurde. Das Rohr ist inzwischen allerdings stark durchgerostet und endet teilweise einfach offen am Hang.
Der Weg endet schließlich direkt beim Hotel oberhalb des Abgrunds. Etwas unpraktisch, ist, dass es von dort ohne Gehweg direkt an der Straße zurück Richtung Parkplatz geht. Zum Glück ist es aber nicht weit. Dabei laufen wir noch einmal über die Devil’s Bridge und können von oben auf der anderen Seite auch die sogenannten „Devil’s Punchbowls“ sehen – vom Wasser über lange Zeit ausgewaschene, nahezu kreisrunde Strudellöcher und Felsschalen im Gestein. Von dort hätte man vermutlich auch noch einmal einen besonders guten Blick auf die verschiedenen Brückenebenen gehabt. Wir beantworten hier noch ein paar Fragen für einen Cache, sehen es dann aber nicht ein, für einen weiteren Aussichtspunkt nochmal extra Eintritt zu zahlen.
Nach insgesamt etwa 1¾ Stunden geht es schließlich weiter.





























