Hirnspuk

Wales Tag 17 – Anglesey – Dolmen und Hügelgräber

Von den Porth Wen Brickworks geht es anschließend weiter. Nach etwa 40 Minuten Fahrt erreichen wir die Presaddfed Dolmen. Praktischerweise gibt es hier sogar eine kleine Ausschilderung am Straßenrand, wo wir unser Auto abstellen können. Von dort laufen wir nur wenige Meter die kleine Straße entlang, in die uns das Schild schickt. Linkerhand geht es dann auf eine Weide, auf der wir in der Ferne bereits die Dolmen erkennen können – also nichts wie hin. Dabei scheuchen wir leider einige Fasane auf, die hier zuvor ganz friedlich über die Wiese gelaufen sind.

Vor Ort stehen wir schließlich vor zwei Dolmen: einer noch recht gut erhalten und aufgerichtet, der andere inzwischen eher liegend als stehend. Vielleicht nicht die spektakulärsten Anlagen der Reise, aber trotzdem beeindruckend, wenn man bedenkt, wie alt diese Konstruktionen sind.

Nach etwa 30 Minuten umschauen fahren wir weiter zur Tŷ Newydd Burial Chamber, die wir nach ungefähr 15 Minuten erreichen. Hier geht es nach dem Übersteigen eines Zauns zunächst über einen ausgeschilderten Pfad durchs hohe Gras. Als wir schließlich vor dem Dolmen stehen, müssen wir allerdings etwas ungläubig lachen – und sind ehrlich gesagt auch leicht enttäuscht.

Warum? Nun ja … der Deckstein wird hier inzwischen von zwei Backsteinsäulen auf einem Betonfundament gestützt. Dadurch wirkt die Anlage eher wie eine moderne Nachbildung als wie ein historisches Monument. Vermutlich notwendig, um die Struktur zu erhalten, aber atmosphärisch ist das natürlich etwas schade.

Also zurück zum Auto und weiter zum letzten Stopp des Tages, den wir bereits nach etwa 5 Minuten Fahrt erreichen. Vom Parkplatz laufen wir zunächst schön an der Küste entlang, bis wir zu „Barclodiad y Gawres“ gelangen – einem neolithischen Hügelgrab. Direkt daneben befinden sich außerdem die Reste eines alten Steinbruchs.

Das Hügelgrab selbst ist noch vollständig von Erde bedeckt, besitzt heute aber einen modernen Zugang mit Betondecke und gesichertem Eingang. Wir können ein Stück hineinlaufen, bis zu einem Gitter, durch das sich das Innere betrachten lässt. Sobald wir dort stehen, erkennt uns ein Bewegungsmelder und beleuchtet den Innenraum. Besonders spannend sind die noch erhaltenen Steinverzierungen mit eingemeißelten Mustern. Ohne Führung (die es nur selten gibt) und damit ohne direkten Zugang zum Inneren, können wir allerdings leider nur eine dieser Verzierungen erkennen. Trotzdem wirkt das Grab wirklich beeindruckend.

Nachdem wir uns alles angeschaut haben, laufen wir gemütlich zurück zum Auto, nach knapp einer Stunde Aufenthalt erreichen wir in 20 Minuten Fahrt wieder unsere Unterkunft.

Abends wollen wir eigentlich in einem Pub gegenüber unseres Hotels etwas essen. Leider stellt sich heraus, dass der Koch montags nicht arbeitet, wir könnten nur ein paar Tüten Chips bekommen. Dann doch wieder in unserer Unterkunft essen. Hier gibts es unter der Woche immerhin ein recht faires Menüangebot.

Am Abend wie gewöhnlich noch versuchen beim Bloggen etwas aufzuholen (aktuell haben wir etwa 2 Tage Rückstand) und den nächsten Tag planen.

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