Wir verlassen Erddig gegen etwa 13:30 Uhr und machen uns zunächst auf den Weg zu einem kurzen Zwischenstopp bei Tesco, um uns ein Meal Deal als Mittagessen zu holen. Gut, dass unsere Tesco-App vom Südengland-Besuch letztes Jahr noch problemlos funktioniert.
Danach geht’s weiter zum Pontcysyllte-Aquädukt (UNESCO-Welterbe). Auf dem Parkplatz dann eine kleine Hürde: eine Parkticket-Maschine ist defekt, die andere nimmt nur Bargeld. Zum Glück habe ich bereits die PayByPhone-App, damit zahlen wir zwar etwas mehr als am Automaten, aber 3,70 Pfund für den Rest des Tages sind dennoch fair.
Vom Parkplatz aus laufen wir Richtung Kanal, der hier effektiv „im Nichts“ beginnt und dann bald zum Aquädukt führt.
Das Pontcysyllte-Aquädukt selbst ist eine Wasserbrücke aus dem 18. Jahrhundert, ursprünglich gebaut für den Transport von Waren wie Kohle oder Stein, gezogen von Pferden auf Treidelpfaden. Heute gibt es hier auf dem schmalen Gewässer vor Allem Touri-Boote und Kanus. Es scheint Zeitfenster zu geben, die die Fahrtrichtung definieren.
Wir überqueren das Aquädukt zu Fuß, denn eine Fahrt mit dem Boot würde uns zu lange dauern und ist vermutlich nicht das Geld wert. Die Brücke ist beeindruckend hoch und bietet einen guten Blick über das Tal, gleichzeitig ist sie aber auch ziemlich schmal, sodass Begegnungen mit Gegenverkehr durchaus eng werden können. Geländer gibt es nur auf einer Seite, auf der anderen fließt direkt das Wasser – für manchen sicher schon etwas nervenaufreibend. Vor und nach der Überquerung wollen hier auch noch ein paar Stationen eines Adventure Lab Caches besucht werden.
Auf der anderen Seite erwartet uns dann ein kleines Highlight: ein „Cake-Boat“. Kuchen wird hier direkt aus dem Fenster des Boots heraus verkauft. Bezahlen ist allerdings eine kleine Herausforderung: nur bar oder per Überweisung. Auf meine Nachfrage, ob die Überweisung auch aus dem Ausland funktioniert, meint die nette Verkäuferin, dass wir es einfach probieren sollen. Sie fragt sogleich aber erst einmal welcher Kuchen es sein darf – Red Velvet Cake und „Treble Chocolate“.
Ich möchte aber erstmal die Überweisung hinbekommen, sie zeigt mir ihre Daten, jedoch gibt es hier nur eine Kontonummer und einen Code. Ich frage, ob sie eine IBAN hat. Als Antwort meint sie, dass sie uns den Kuchen einfach schenkt, dann könne sie für heute auch zumachen. Ich mache mir aber ein Foto der Kontodaten recherchiere beim Essen wie man hieraus eine IBAN bekommt. Dabei wird mir auf Grund des Codes ein Bankname angezeigt, der auf Rückfrage auch stimmt. Hoffentlich kommt das Geld dann in ein paar Tagen wirklich bei ihr an – Danke jedenfalls für den Kuchen :)
Anschließend geht es langsam wieder zurück über die Brücke. Eine kurze Toilettenpause vor Ort – hier nicht wirklich empfehlenswert – und dann zum Auto. Insgesamt haben wir knappe zwei Stunden hier verbracht.

















