Hirnspuk

Schottland – Tag 2 – Glasgow

Nach einer etwas unruhigen Nacht (hartes Bett/Kissen und ungewohnte Umgebung) brechen wir – nach einem Frühstück im benachbarten Hotel, das in unserer Buchung enthalten ist – zur Erkundung der Stadt auf. Für 11 Uhr haben wir den Eintritt in die Cathedral reserviert, also erst einmal quer durch die Stadt, an einer Tardis vorbei, und nach etwa einer halben Stunde kommen wir auf die Minute pünktlich an. Gut, die Reservierung hätten wir nicht gebraucht, es gab keine Schlange und wir konnten direkt rein, aber sei’s drum.

Die Cathedral zeigt sich zunächst als große, hohe, gotische Kirche mit Säulen aus großen Steinquadern, die sehr leer ist. Gefühlt nach der Länge einer gewöhnlichen Kirche dann eine große Mauer mit Portal, hinter der sich das verbirgt, was man in eine Kirche erwartet, ein Altar, Bänke, Orgel,… Ein Schild gibt uns zu verstehen, dass dies die einstige Trennung der Gesellschaftsschichten war – vorne im eher schlichten Bereich das normale Volk und hinten im etwas prunkvolleren die gehobene Gesellschaft.
Sehr interessant sind auch geflickte Löcher in Wänden und Säulen, die von vielen ehemaligen kleinen Kapellen in der Cathedral stammen.
Von dem so und so schon großen Räumlichkeiten führen an verschiedenen Stellen weitere Türen zu anderen Kapellen oder Versammlungsräumen, die von der Größe her auch schon kleine Kirchen sein könnten. Und unterhalb des Hauptraums befindet sich, nicht wie es zu erwarten wäre eine Krypta, sondern effektiv eine weiter Kirche, mit vielen einzelnen Kapellen. Fun Fact: Hier wurden wohl auch Szenen von „Outlander“ gedreht.

Von der Cathedral geht es weiter auf die angrenzende Nekropole – ein alter, viktorianischer Friedhof auf einem Hügel. Echt pompös was hier teils als Grab oder zum Andenken aufgebaut wurde. Einen schönen Ausblick auf die Cathedral und die Stadt hat man von hier auch.

Nach einer Runde, bei der es leider zu regnen beginnt, lassen wir uns noch durch die Stadt treiben und suchen den einen oder anderen Cache bzw. besuchen Adventure Lab-Punkte.

Allgemein muss man sagen, ist die Stadt ganz nett, mit vielen alten herrschaftlichen Gebäuden. Allerdings scheint es auch recht viel Leerstand zu geben, was dafür sorgt, dass die Stadt nicht zu unseren Favoriten zählt. Was in der Stadt aber wirklich sehr schön ist: An vielen Stellen findet man große Wandgemälde, die echt beeindruckend sind. Insgesamt lohnt es sich sicher, sich hier einmal umzusehen und das eine oder andere zu entdecken, aber es füllt nicht mehrere Tage – zumindest wenn man in der Innenstadt bleibt.

Abends gibt es wieder eine Kleinigkeit von Tesco – Panini-Brötchen und Avocado-Creme mit einem „Hauch“ von Limette, der uns ganz schön aus den Socken haut. Danach noch einen leckeren Chocolate-Cookie – was will man mehr.

Morgen geht es dann weiter in Richtung Norden – mal sehen wie feucht es wird… aber wir haben ja die richtige Kleidung dabei :)

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