Nach einer ganz passablen Nacht gibt es im Restaurant unten Frühstück. Zunächst mit etwas Verwirrung, weil die Angestellte meint, wir müssten auswählen, bestellen und anschließend bezahlen. Laut unserer Buchung ist das Essen aber inklusive. Sie ist sich zunächst aber sehr sicher, dass das Frühstück nicht inkludiert ist, fragt dann aber nach unserem Buchungsdatum – denn die neue Regelung gilt erst seit diesem Jahr. Am Ende bekommen wir 9 £ Guthaben pro Person und dürfen damit von der Karte bestellen. Etwas ungewohnt ist das Ganze schon, und leider gibt es auch kein Continental-Frühstück zur Selbstbedienung (sonst gab es bisher mindestens Cereals und Joghurt). Das Essen selbst ist aber in Ordnung.
Heute steht zunächst Stackpole auf dem Plan, danach vielleicht noch der Strand Freshwater West oder die Pembroke Castle – mal schauen, wie weit wir kommen.
Nach etwa 20 Minuten Fahrt erreichen wir den Parkplatz am Stackpole Quay. Dort sprechen wir mit einem National-Trust-Mitarbeiter und bekommen als INTO-Mitglieder netterweise ein Parkticket für NT-Mitglieder – wir müssen also nichts zahlen und dürfen bis heute Abend stehen bleiben. Eigentlich hätten wir sonst zwischen 3 Stunden oder Tagesticket wählen müssen.
Die grob geplante Route soll laut Aussage des NT-Mitarbeiters etwa 3 Stunden dauern, auch wenn unsere Wander-App nur 2 Stunden anzeigt – das kennen wir schon. Mit Pausen, Fotos und kurzen Stopps werden wir also eher länger unterwegs sein.
Am kleinen Hafen suchen wir zunächst einen Cache. Dafür darf ich eine kleine Leiter hinabsteigen, um direkt bis an die Bucht zu kommen. Danach geht es weiter über Treppen hinauf, begleitet von leichtem Nieselregen.
Wir laufen entlang der Steilküste, sehen interessante Felsformationen und Farbverläufe im Gestein und beobachten wie die Sonne und Wolken diese stetig anders beleuchten. Nach einiger Zeit erreichen wir schließlich die Barafundle Bay – einen wirklich malerischen Sandstrand mit Dünen. Auf der Seite, von der wir kommen, ist sie mit recht schroffen Felsen sowie einer alten Natursteinmauer eingefasst. Hier will auch ein Cache gefunden werden.
Dann geht es hinunter an den Strand, da es oben nicht weitergeht. Und das lohnt sich auch, denn wir finden hier sehr leichte, weiße Stücke von dem, was sich als Skelett-Reste von Tintenfischen (Sepien) herausstellt. Diese bestehen aus feinen Kalkschichten mit Luftzwischenräumen und wiegen daher nur sehr wenig – echt faszinierend, so etwas haben wir bisher noch nicht gesehen. Danke, Google, für die Erklärung, was genau wir hier in der Hand halten.
Wir setzen uns auf einen großen Stein am Rand der Bay und essen unser Mittagessen, während wir das steigende Wasser beobachten (der Höchststand der Tide ist hier gegen 14:15 Uhr). Auf der anderen Seite des Strandes geht es durch einen kleinen Wald wieder hinauf zu einer weiten Wiese mit vielen Schafen, mit denen wir uns nun den Weg teilen.
Die Landschaft ist sehr offen und weitläufig. Wir laufen entlang der Steilküste bis zu einem Landausläufer. Besonders schön ist hier, dass wir vorsichtig nah an die Kante herankommen und von dort mehrere Tölpel-Kolonien beobachten können, die uns fröhlich „anlachen“.
Insgesamt gibt es hier eine sehr beeindruckende Küstenlandschaft mit toller Wasserfärbung von Blau bis Grün, Steilklippen, Höhlen und kleinen Felsbögen.
Unser Weg führt anschließend etwas anders als geplant quer über eine große Wiese (Open Access – man muss sich nicht strikt an Wege halten), denn wir sind schon recht lang hier, und so schön die Küste auch ist, irgendwann müssen wir auch weiter. Auf unserem Weg erschrecken wir leider ein schlafendes Lamm – entschuldige, Kleines.
Nach einiger Zeit erreichen wir als Zwischenziel einen Standing Stone, den wir uns genauer anschauen. Er ist etwa 2 Meter hoch, recht flach und stark von Flechten bedeckt. Dann geht es weiter über verschiedene Wege zwischen Feldern und Weiden zurück Richtung Ausgangspunkt, wobei wir uns zeitweise einen Weg mit einer Kuhherde teilen, die gemächlich und gefühlt nicht endend wollend hier entlang auf eine andere Weide zieht.
Nach insgesamt etwa 4 Stunden sind wir wieder am Auto. Sehr schöne Natur hier – echt zu empfehlen, das einzige was nicht ganz so schön war, waren die zwischenzeitlichen Geräuschbelästigungen durch Knalle und Schüsse aus dem Sperrgebiet – zum Glück aber nicht ganz so oft. Wir entscheiden uns dagegen, noch zum Strand oder zur Castle zu fahren, und stattdessen für einen Stopp bei Tesco, um unsere Vorräte aufzufüllen. Dabei nehmen wir gleich ein Baguette, Hummus und einen „Cheddar Cheese & Chives“-Dip für das Abendessen mit.
Zurück in der Unterkunft wird noch einmal gebloggt – diesmal zum Glück nicht mehr liegend im Bett, da uns die Reinigungskraft am Morgen freundlicherweise einen Stuhl ins Zimmer gestellt hat. Danach gibt es ein gemütliches Abendessen, etwas Lesen, Bloggen und schließlich geht es ins Bett.











































