Von den Swallow Falls geht es nur etwa 5 Minuten weiter nach Betws-y-Coed. Dort finden wir erfreulicherweise einen kostenlosen Parkplatz am Straßenrand. Zunächst steht allerdings erst einmal eine Toilettensuche an. Die erste öffentliche Toilette, die wir finden, akzeptiert tatsächlich nur Bargeld – irgendwie ungewohnt in Großbritannien, wo sonst gefühlt alles mit Karte bezahlt werden kann. Zum Glück entdecken wir noch eine zweite Toilette, die eigentlich Kartenzahlung akzeptieren würde, aktuell aber netterweise einfach offen steht.
Danach laufen wir durch den Ort und schauen uns um. Betws-y-Coed erinnert uns an die Cotswolds – die Häuser bestehen weitgehend aus Naturstein. Der Ort wirkt insgesamt aber ziemlich touristisch, wir finden zahlreiche Outdoor-Läden, Restaurants und kleine Geschäfte. Besonders gut gefällt uns das Flussufer. Der Fluss zieht sich mit vielen kleinen Stromschnellen und zerklüfteten Felsen durch den Ort. Natürlich dürfen neben dem Erkunden des Städtchens auch ein paar Geocaches nicht fehlen – wenn es schon mal welche gibt, denn die sind bisher an den Orten, an denen wir sind, eher spärlich vorhanden.
Wir kommen an einer Bäckerei vorbei und gönnen uns Pasties als frühes Mittagessen, die wir gemütlich in einem kleinen Park essen. Anschließend laufen wir weiter durch den Ort und schauen uns auch die aktuelle Kirche an. Dort entdecken wir etwas eher Kurioses: Für morgen ist ein Bierfest geplant und wird bereits draußen groß beworben. Entsprechend werden die Kirchenbänke mit Klapptischen zu einer Art Bierzeltgarnitur umfunktioniert. Außerdem stehen bereits Bierfässer herum und eine improvisierte Bar ist aufgebaut. Preiset das Bier ;)
Wir laufen noch etwas weiter aus dem touristischen Ortskern hinaus und biegen schließlich in eine kleinere Straße Richtung alter Kirche ab. Dabei entdecken wir erneut etwas, das wir so noch nie gesehen haben. An einer Fußgängerbrücke wird gebaut. Da die Konstruktion tief im Boden verankert werden muss, wäre eigentlich eine Straßensperrung nötig gewesen. Stattdessen hat man den Fußgängerweg kurzerhand auf eine Art kleine Stelzenkonstruktion verlegt, die nun ein Stück über den alten Friedhof führt – interessant.
Kurz darauf erreichen wir die alte Kirche von Betws-y-Coed. Sie gilt als das älteste Gebäude des Ortes und soll diesem wohl auch seinen Namen gegeben haben – „Gebetshaus im Wald“. Die Kirche stammt ursprünglich aus dem frühen Mittelalter und wurde später erweitert. Irgendwann wurde sie allerdings zu klein und durch den Bau der Eisenbahnlinie vom Ortszentrum abgeschnitten, weshalb schließlich eine neue Kirche gebaut wurde. Dadurch blieb das alte Gebäude aber auch weitgehend ursprünglich erhalten und wurde nicht ständig modernisiert oder umgebaut.
Danach überqueren wir die Bahnlinie über eine kleine Fußgängerbrücke und schauen uns noch den Bahnhof sowie die dortigen Geschäfte an. Nebenbei beantworten wir noch die letzen Fragen eines Adventure Lab Caches. Dann geht es nach gut zwei Stunden in Betws-y-Coed wieder zurück zum Auto und weiter zur nächsten Station.


























