Hirnspuk

Wales Tag 20 – Bodnant Garden

Von Betws-y-Coed aus erreichen wir nach etwa 30 Minuten Fahrt den Bodnant Garden. Zum Glück hatten wir bereits gestern noch einmal nachgeschaut und festgestellt, dass man hier im Mai und Juni Zeitfenster-Tickets vorbuchen muss – dank National Trust beziehungsweise INTO für uns natürlich kostenlos, aber trotzdem mit festem Slot. Das kennen wir so von den meisten NT-Orten eigentlich gar nicht.

Als wir ankommen, wird allerdings schnell klar, warum das hier notwendig ist. Bereits die normalen Parkplätze sind komplett voll, sodass wir schließlich ganz hinten auf einem Overflow-Parkplatz landen. Von dort laufen wir erst einmal ein gutes Stück bis zum eigentlichen Eingang.

Und auch im Garten selbst merken wir sofort: Hier ist wirklich viel los.

Direkt am Eingang bekommen wir als Highlight den Goldregen-Tunnel empfohlen. Wir steuern ihn direkt an und man muss sagen, er ist tatsächlich ziemlich beeindruckend. Über einen längeren Weg bilden die dicht hängenden gelben Blüten ein regelrechtes Dach.

Anschließend erkunden wir die restlichen Gartenbereiche. Wir kommen zu Teichen, vielen Blumenbeeten, großen Wiesenbereichen und unglaublich vielen blühenden Büschen und Sträuchern, darunter auch viel Rhododendron. Rund um das Herrenhaus – das heute privat genutzt wird und nicht zugänglich ist – befinden sich dazu mehrere schön angelegte Terrassenanlagen.

Im tiefer gelegenen Tal verläuft ein Fluss, an dem sich auch eine alte Mühle befindet. Außerdem gibt es dort einen Wasserfall beziehungsweise eher eine breite künstliche Wasserwand. Insgesamt ist die Anlage wirklich riesig. Überall führen Wege durch verschiedene Gartenbereiche, Waldstücke und offene Flächen.

Wir bleiben allerdings größtenteils im oberen Bereich des Gartens und laufen nur den halben Weg ins Tal. Dafür wirkt das Gelände einfach zu weitläufig – hier könnte man problemlos einen ganzen Tag verbringen.

Die Anlage gefällt uns insgesamt wirklich gut. Es gibt unglaublich viel zu entdecken und die verschiedenen Gartenbereiche sind sehr schön gestaltet. Gleichzeitig ist es uns persönlich aber etwas zu voll. Wir mögen es lieber, etwas ruhiger und entspannter unterwegs zu sein und nicht ständig zwischen Besuchergruppen herumzulaufen.

Nach gut zwei Stunden reicht es uns daher langsam und wir machen uns wieder auf den Weg zur nächsten Station unserer Reise.

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